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Von Slot Canyons zu Slotmachines

Vegas Craziness

Von den Slot Canyons zu den Slotmachines in Las Vegas war es dann noch ein Katzensprung. Aber der war so heiss, als hätte die Stratosphäre einen Sprung in der Schüssel.


Nun zum Glück hat sich Las Vegas schon so weit ausgebreitet, dass die Vororte mit den klimatisierten Casinos bereits 2 Stunden vor der Sin City aus der Wüste schiessen. Es ist verdammt heiss und und ich frage mich, warum die Leute wie Idioten in die Wüste fahren, um sich zu unterhalten. Jede Ampel, die auf Rot steht, schaue ich flehend an, flehender als diese drehenden Dinger in den Slotmachines, die bestenfalls bei einer 5er- Reihe Kirschen zum Stillstand kommen.


Als wir endlich den Skyline von Las Vegas sehen, wird meine Vorfreude nach baldiger Abkühlung von stinkenden Autos im Stau vernebelt. Irgendwann – meine Wahrnehmung mittlerweile zwischen Fatamorgana-Fantasien und Nahtod-Erlebnis – erreichen wir das Ziel: Das Aria! Ein Luxushotel, in dem die Chicks plötzlich alle aussahen wie «Ich mache nur noch Sachen mit Luxus»-Schmollmund Xenia Tschumitscheko (oder so) und Kim Kardashians.

Ich fühle mich in diesem Ambiente auf Anhieb pudelwohl, wurde ich doch von Reto aufgrund neuer Befunde meiner Erwartungshaltung auf dieses Las Vegas-Erlebnis eingeladen. Denn nach zwei Tagen Durchfall im Plumsklo zuvor, kam ich einmal mehr zur Erkenntnis, dass ich eigentlich megagiga «high maintance» bin.

Ja und dann beginnen diese drei Tage im Goldrausch und Gamblefieber, die mich wohl zur unglücklichsten Gewinnerin von ganz Vegas machen: Ich gewinne nämlich schon, aber irgendwie verliere ich – vom kostenlosen Champagner im Casino berauscht – neben meiner Vorsicht schlussendlich auch all mein Geld.


Am Poker-Tisch nimmt mein Pech katastrophale Ausmasse an, als ich merke, dass hier mit anderen Regeln und Einsätzen gespielt wird als zuhause. Meine Gegner – reiche Mexikaner mit eventualer Verbindung in die Drogenszene – hätten mich am liebsten nicht nur mit ihren Blicken getötet. Auch Reto verliert ein paar Nötli, ist aber definitiv der defensivere Spieler. Deshalb beschliessen wir spät in der Nacht auf unsere Suite zu gehen, um Planet Earth zu schauen, anstatt im angesagtesten Nightclub noch mehr Geld zu verlochen. Wie es in Vegas üblich ist, haben auch wir mit künstlichen Substanzen rumexperimentiert: Reto hat aus Versehen ein Schluck Geschirrspülmittel getrunken, das ich zuvor für unsere Camping-Hygiene in ein PET-Fläschli abgefüllt hatte. Es wurde kurzfristig ungemütlich: Liquid Acid mit ätzender Wirkung auf die Speiseröhre, psychadelisch aber eher unspannend. Immerhin, Reto konnte für einige Stunden Bubbles aus dem Mund zaubern.


Wir sind immer noch in Vegas, aber 800 Meter vom Strip entfernt in einem Motel, wo der Pool kühler und der Check-in unkomplizierter ist. Beim Zimmer- und Wasserflaschenpreis kann man sich zudem eine Null sparen und gewinnt viele neue Freunde (darunter auch nett dreinschauende Mexikaner) am Pool, der im Gegensatz zum Aria bis spät in die Nacht offen ist. Hier warten wir nun auf Retos Bike, das einen Service bekommt. Ich bin froh, wenn wir wieder in der Natur sind. Las Vegas ist definitiv ein Must-see, meines Erachtens aber, um es freudig wieder zu verlassen!



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