20 I Mongolische Fleischzubereitung

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Mongolische Fleischzubereitung

Kalifornisches HInterland

Von 6000 Feet runter nach Springville, um gleich den nächsten kalifornischen Hügel wieder hochzudüsen ist der Plan. Der Masterplan aber heisst, endlich wieder mal ein Steak am Feuer zu braten.

 

In den vergangen Tagen sind wir immer nah am Steak dran gewesen, doch eben immer auch knapp daran vorbei. Das spärliche Angebot,  die Öffnungszeiten und das langsame Aussterben der megakleinen und sehr sympathischen Lokalläden hier machen uns seit Tagen einen Strich durch die Magengegegend. Was in den meisten anderen Gegenden der USA in Form eines kotzigen Überangebots von Fast Food und in Jumbo-Dino-Version zu haben ist, gibt's hier nur als normales (nach wie vor grosses) Stück Fleisch und in beschränkter Menge. Mich freut's, dass sich noch nicht alle Amis dem 24/7 und Fast Food-Konzept verschrieben haben. Also müssen wir das Fleisch beschaffen, bevor uns alle Hausfrauen zuvorkommen. 

 

Ich erklärte Reto, dass die Mongolen früher das rohe Fleisch den ganzen Tag unter den Pferdesattel klemmten, bevor sie es assen. Wir einigen uns also darauf, dass wir, sobald wir die Möglichkeit haben ein Sirloin-, NY- oder Ribeye-Steak abzustauben, es unter dem Sattel schmoren lassen. Ich glaube dem Verkäufer, als er sagt, das Angus-Steak sei von lokalen Rindern, die auf der Weide herumhüpfen durften. Denn seit ein paar Stunden sehen wir nichts anderes als das. Kühe und Rinder auf trockenen, weiten Grasflächen. Und weit hinten sehen wir noch was: Rauch - der Kings Canyon Nationalpark brennt und bald schon meine Scheichen. Das erstere finde ich tragisch, das zweite nervt mich gewaltig.

 

 

Übrigens die Amis sind Riesenpfeifen im Autofahren. Sie fahren zwar überhaupt nicht agressiv, haben wahnsinnig viel Geduld und sind sehr zuvorkommend, aber bei Strassen, die nicht viermal die Breite ihres Dodge Rams haben und obendrauf noch kurvig sind, geht nicht mehr viel. Aber, und das lauft wirklich immer so ab, alle gehen ganz rasch auf die Seite und lassen uns passieren.

 

So kommen wir dann vor Dunkelheit bei einem Zeltplatz an, der neben überteurten Platzpreisen weitere coole Features im Angebot hat: Duschen, Feuerstelle, WC, Seesicht..Und wir haben unser Sirloin-Steak, essen es wie die Mongolen und geniessen unser Nomadenleben. DAss ich ein Feature des Campinggrounds übersehen habe, das unserer Roadtrip-Idylle ein jähes Ende  setzen wird, erfahre ich dann am Morgen in aller Früh....

 

 

 

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